Modem - Töne übertragen Daten

Die erste Möglichkeit, sich mit digitalen Datennetzen über Telefonleitungen zu verbinden, wurde durch analoge Modems geschaffen. Modem steht für "Modulator-Demodulator" - ein solches Gerät ist in der Lage, digitale Daten in analoge Tonsignale umzuwandeln und diese dann über eine Sprachtelefonleitung zu übertragen. Manch einer mag diese quietschenden Geräusche schon einmal gehört haben. Waren es anfangs noch die berühmten Akkustikkoppler, bei denen der Telefonhörer auf eine entsprechende Kopplereinheit geschnallt wurde, um die Töne zu übertragen - wurden später Modems in kleine Plastikgehäuse eingebaut und konnten getrennt vom Telefon aufgestellt werden. Inzwischen gibt es sie auch eingebaut in Computer als Modul oder Steckkarte.


Damit ist auch klar, welchen Einschränkungen ein analoges Datenmodem unterliegt:

  • Je schlechter die Telefonleitung, umso schlechter ist die Datenübertragung.
  • Wenn die Übertragung läuft, kann man nicht telefonieren, weil die Leitung besetzt ist.
  • Das akustische Spektrum begrenzt die Datenmenge, die übertragen werden kann.
  • Der Verbindungsaufbau dauert recht lang, weil Telefonnummern gewählt werden müssen.
Eine ständige Verbesserung der Modulationstechniken erhöhte die Datenrate im Laufe der Jahre. Während zu Beginn der Modemtechnik nur 0.3 bis 2.4 kbit pro Sekunde übertragen werden konnten, erreichen heutige Modems mit V.90-Standard 33 bis 56 kbit pro Sekunde.

Die Abrechnung erfolgt anhand der Dauer der Verbindung. Das ist notwendig, weil eine solche Verbindung Kapazitäten in der Vermittlungsstelle bindet, auch wenn vielleicht keine Daten übertragen wurden, weil man nur vergessen hatte, die Verbindung zu trennen.