Seit längerer Zeit bestehen Telefonnetze aus digitalen Kernnetzen, d.h. sämtliche Vermittlungs- und Übertragungsvorgänge laufen auf der Basis digitaler Daten. Im Zuge dieser Entwicklung wurden von der Telekom ISDN-Anschlüsse angeboten. ISDN steht für "integrated services digital network" und bedeutet, dass es sich um ein digitales Netzwerk mit darin integrierten Diensten handelt.
Da man zum Telefonieren aber immer noch analoge Signale (Töne, Sprache) übertragen muss, wird dazu also eine Umwandlung der digitalen Signale nötig. Deshalb braucht man entweder ein ISDN-Telefon oder einen Adapter, der diese Wandlung beim Telefonieren erledigt. Daher auch die Erkenntnis, dass man ein herkömmliches Telefon nicht ohne weiteres an ISDN anschließen kann. Man braucht zusätzliche Technik dazu.
Der wichtigste Unterschied zum analogen Telefon ist also, dass alle Signale am heimischen Anschluss digital das Haus verlassen und zur Vermittlungsstelle transportiert werden, während beim analogen Anschluss die Signale bis zur Vermittlungsstelle unverändert über die Leitung gehen.
Damit ist es aber unnötig, digitale Computerdaten erst per Modem in Töne umzuwandeln - man kann sie digital belassen und direkt über ISDN übertragen. Dazu braucht man nur einen Terminaladapter, der bei den meisten Computern als ISDN-Karte eingebaut werden kann.

Vorteile gegenüber Modem-Übertragungen sind:
- Schnellere und bessere Datenübertragung mit 64 kbit pro Sekunde
- Schnellerer Verbindungsaufbau
Ein Basis-ISDN-Anschluss von der Deutschen Telekom schaltet immer zwei parallele Übertragungskanäle. Deshalb kann man gleichzeitig surfen und telefonieren. Es gibt auch ISDN-Adapter, die beide Kanäle beim surfen bündeln können (für schnellere Übertragung mit 128 kbit/s), dann ist es aber auch vorbei mit dem gleichzeitigen Telefonieren und das Surfen ist dabei auch doppelt so teuer, weil zwei parallele Verbindungen aufgebaut werden. Die Abrechnung der Kosten erfolgt ebenfalls nach der Dauer der Verbindung.