Welche Gefahren gibt es?

Seit es Computer gibt, hört man Geschichten von Viren und anderen bösen Sachen. Mit der allgemeinen Entwicklung der Netzwerktechnik erlangte dieses Thema neuen Anschub und seit es das Internet gibt, sind diese Dinge fast undurchschaubar geworden. Hier soll also eine Erklärung für verschiedene Arten von Schädlingen gegeben werden. Diese ist sicher nicht vollständig und in verschiedenen Quellen mögen die Bezeichnungen und Einordnungen unterschiedlich sein. Dennoch kann man hier sicher einiges klarer sehen.

Computer-Viren haben ihren Namen von ihren natürlichen Verwandten geerbt, weil sie sich ähnlich verhalten. In der Natur braucht ein Virus eine Wirtszelle, um sich zu vervielfältigen. Im Computer braucht er ein Wirtsprogramm. Computer-Viren hängen sich an vorhandene ausführbare Dateien in einer Weise an, die sicherstellt, dass das Virus bei der Ausführung des Wirtsprogrammes ebenfalls ausgeführt wird. Dann beginnt das Virus mit der Suche nach neuen Wirtsprogrammen, um sich zu vervielfältigen. Die Wirtsprogramme bleiben dabei meist funktionsfähig, deshalb wird das Virus nicht bemerkt. Viren müssen keine Schadroutinen enthalten, oftmals wurden aber solche implementiert, die dann zu gegebener Zeit zu Schäden führen. Computer-Viren brauchen keine Netzwerke zu ihrer Verbreitung und sind die vermutlich ältesten Computer-Schädlinge.

Trojanische Pferde werden oft auch kurz Trojaner genannt und haben ihren Namen ebenfalls von ihrem historischen Vorgänger. Sie funktionieren ähnlich wie Viren, sorgen aber bei ihrer Aktivierung erst dafür, dass der eigentliche Schädling Zugang zum Computer erhält. Oftmals wird dieser über ein Netzwerk nachgeladen oder zumindest eine Lücke geöffnet, durch welche Schädlinge eindringen können. Trojaner erlangten einen hohen Verbreitungsgrad erst durch die Entwicklung von Netzwerken.

Internet-Würmer gibt es noch nicht so lange, aber auch hier gibt es Parallelen zu ihrem natürlichen Gegenüber. Sie verbreiten sich ohne die Hilfe von Wirtsprogrammen über Software-Sicherheitslücken oder unachtsame Benutzer. Die spektakulären Schlagzeilen der vergangenen Zeit entsprangen meist Wurmattacken, die sich über unsichere Betriebssysteme oder trügerische Emails schockwellenartig durch das Internet bewegten.

Als Spyware bezeichnet man Software, die zur Ausspionierung von Nutzern verwendet wird. Sie wird oft durch Trojaner installiert oder kommt im Schlepptau mit kostenloser Software, die im Internet zum Download angeboten wird. Das Ausspionieren des Surfverhaltens eines Nutzers mag noch eher harmlos sein, jedoch werden auch Spionageattacken auf Online-Banking ausgeführt.

Adware ist sicher eher harmlos doch meist sehr lästig. Das Computersystem wird dabei so manipuliert, dass regelmäßig Werbenachrichten eingeblendet werden. Manchem mag es vielleicht schon passiert sein, dass man plötzlich feststellt, dass ohne eigenes Zutun regelmäßig Internetseiten mit zweifelhaftem Inhalt aufgerufen werden. Oft ist dabei Adware im Spiel. Die Wege ins System sind die gleichen wie bei Spyware.

Phishing (Wortspiel aus "password" und "fishing") nennt man den gezielten Versuch, an Benutzernamen, Passworte oder Transaktionsnummern (TAN) von Benutzern zu kommen. Dabei wird i.d.R. keine schädliche Software installiert sondern durch irreführende Emails oder gezieltes Umleiten von Internetzugriffen auf "nachgebaute" Passworteingabe-Seiten versucht, den Nutzer dazu zu bringen, seine Zugangsdaten im Glauben eine echte Login-Seite zu besuchen einzugeben und damit preiszugeben. Phishing ist also nicht an schädliche Software gebunden, ist aber dennoch eine Gefahr beim Surfen im Internet.