Online banking und shopping

Natürlich ist nichts dagegen einzuwenden, wenn man mit dem heimischen Computer über das Internet auf Einkaufstour geht oder seine Bankkonten führt. Es ist sehr bequem und oftmals auch günstiger. Was sollte man aber dabei beachten.

Beim Shopping ist es nicht so problematisch. Wenn man den Anbieter kennt, kann nicht viel schief gehen. Alle großen Versandhäuser bieten inzwischen die Möglichkeit, online einzukaufen. Von unbekannten Händlern lässt man besser die Finger oder achtet zumindest darauf, dass Kundendaten über verschlüsselte Verbindungen übertragen werden. Ein seriöser Händler bietet seinen Kunden diesen Service und weist auch darauf hin, dass die Daten per SSL (secure socket layer) verschlüsselt übertragen werden. Erkennbar ist solch eine Verschlüsselung an einem kleinen Schloss-Symbol in der unteren Statuszeile des Webbrowsers.

Beim Onlinebanking über Browser ist SSL natürlich Standard und Pflicht. Die Webseite der eigenen Bank erreicht man an besten immer über ein erstelltes Lesezeichen im Browser. Im Internet Explorer heisst das "Favoriten", andere Browser nennen es Bookmarks. Diese Lesezeichen bieten den Vorteil, dass man sich nicht vertippen kann und damit immer sicher den echten Bankserver erreicht und keine gefälschte Kopie. Keinesfalls klickt man auf einen Link zur Bank, den man per Email bekommen hat - hier hat sicher jemand versucht, den Kunden auf eine gefälschte Bankseite zu locken, um sich PIN und TAN zu erschleichen.

Am sichersten ist Onlinebanking natürlich bei der Verwendung eines extra dafür erstellten Programmes. Der Zugang zur Bank sollte dabei am besten über die Verfahren HBCI (auch FinTS genannt) erfolgen. Manche Banken bieten für die Sicherung des Zuganges sogar Chipkarten und entsprechende Lesegeräte zum Anschluss an den Computer an - sicherer geht's dann kaum noch. Nach meinen Recherchen bietet sowohl die Kreissparkasse Merseburg-Querfurt als auch die Volksbank Halle diese Möglichkeiten an. Für die großen überregionalen Banken ist es selbstverständlich, nur die Postbank tut sich immer noch schwer mit der Umstellung ihres Rechenzentrums. Auch wenn die Kosten für Chipkarte, Kartenleser und Software vom Kunden zu tragen sind und die Einrichtung etwas Zeit braucht, sollte man dies ernsthaft in Erwägung ziehen.

Sollte die Absicherung über PIN-Nummer und TAN-Listen erfolgen, versteht sich von selbst, dass man diese Nummern unzugänglich aufbewahrt und keinem Fremden mitteilt. Solche Nummern haben in Emails nichts verloren.